Webdesigner sind Hybrid Thinker

Webdesigner sind Hybrid Thinker

Webdesigner als Chefs – ocha!

Wussten Sie, dass bei Apple Designer in der Chefetage sitzen und strategische Entscheidungen im Unternehmen beeinflussen? Und wussten Sie auch, dass bei Apple ein Produkt zuerst von Designern konzipiert wird und dann erst die Techniker überlegen müssen, wie es funktionieren kann?
Wie kann es sein, dass scheinbar Aussehen vor der Technik kommt? Wäre man da nicht gefangen in schrecklichen Begrenzungen? Nein, auch Webdesigner sind Menschen – und zwar mit ziemlich viel Brain. Warum? Fangen wir von vorn an…

Was heißt denn „Design“?

Ich meine, es gibt einen großen Irrtum im Verständnis des Wortes „Design“. Auch Webdesign fällt darunter. „Designen“ heißt nicht „schön machen“. Das Lateinische designare wird als bezeichnen, bestimmen, auch anordnen ins Deutsche übertragen und ursprünglich meinte es, jemanden zu einem Amt zu bestimmen.

Interessant finde ich vor allem das signare darin. Signare heißt signieren, wieder: etwas bezeichnen und: etwas kenntlich machen. Und das verwandte Signum heißt Zeichen. Im Deutschen sagen wir: ein Zeichen setzen, wenn wir meinen, dass jemand, gemäß Duden, etwas Richtungweisendes tut, einen Anstoß gibt. Richtungsweisend klingt danach, als würde unsere Aufmerksamkeit dem folgen – da sehen alle hin –, und Anstoß klingt nach Bewegung – ein Stoß ist ein Impuls und etwas wird danach passieren.

Designen heißt aus dem Nichts etwas zu erschaffen, das für den Menschen einen Nutzen hat. Zum Beispiel ein Löffel, ein Stuhl, ein Messer. Alles designt, alles hat eine Aufgabe. Wenn es keinen Nutzen ergibt, ist es Kunst. Kunst darf sein ohne Nutzen. Webdesign darf sein nur mit Nutzen.

Was sagt das über Webdesigner aus?

Es heißt, dass Webdesigner sich überlegen, was die Seite können muss, damit der Nutzer sein Ziel am besten erreicht. Und das ist die eigentliche Leistung. Diese Leistung verlangt sehr viel Hirnschmalz und sie verlangt sehr viel Kenntnis aus unterschiedlichen Disziplinen. Denn: Das 21. Jahrhundert mit seiner Globalisierung, mit dem Internet und der allgemeinen Verschmelzung von Technik und Ästhetik und seinen ökologischen Grenzen ist ein tolles Feld für Freigeister und Designer. In der Start-up-Szene ist gut zu sehen, dass die Möglichkeiten des Tätig- (und Erfolgreich-)Werdens vielfältig sind. Zusätzlich zu den klassischen Wegen (Zahnarzt, Pfleger, Bürokauffrau . . .) hat sich ein riesiges Feld von neuartigen Studiengängen und Berufen um die technische, ökologische und digitale Ära gebildet, in der wir heute leben. Von Online-Journalismus, Sustainable Agriculture, Human Computer Interaction, allem, was mit „Nano“ beginnt, Life Science, Lebensmitteltechnologie bis hin zu Mobile Computing ist es ein weites Spektrum.
Die Idee dahinter ist, die komplex gewordene Welt, in der wir leben, besser zu verstehen und durch Verbindung mehrerer Disziplinen zu einem ganzheitlichen Denkansatz zurückzufinden. Leonardo da Vinci & Co. dachten ganzheitlich – diese menschliche Fähigkeit ist urig, alles andere als neu. Und diese Fähigkeit braucht ein Websdesigner, um ein digitales Produkt wie eine Website so zu erschaffen, dass Nutzer davon begeistert sind.

Designen heißt Konzipieren

So ist das Werkzeug eines Designers nicht etwa eine schnöde Farbpalette, sondern Papier und Stift, die seine Gedanken ausdrücken. Das ist es: Die Ausformung einer Idee auf Papier – das erste Mal zum Ansehen und für andere Menschen ausgedrückt. So beginnt auch bei uns das Webdesign. Stift und Papier. Es entstehen Skizzen, die ein Konzentrat dessen ausdrücken, was der Designer in seinem Kopf an Wissen und Vernetzung hat.

  • Wie kommt ein Nutzer auf die Seite?
  • Wie möchte er sie bedienen? Mobil oder auf dem PC?
  • Wie bekommt er die wichtigsten Infos zuerst?
  • Wie kann er für ihn irrelevante Dinge ausblenden und relevante einblenden?
  • Auf welche Art fühlt er sich als Mensch abgeholt und vertraut der Seite?
  • Wie wird er in seinem Bedürfnis abgeholt – nämlich dem, wonach er suchte?

Diese und mehr Fragen finden ihre Antworten in Skizzen, Entwürfen, klickbaren Screens und einem Prototypen und schließlich der Seite selbst. Das ist die Leistung des Webdesigners.

Wir konzipieren und gestalten Ihre Website – kontaktieren Sie uns!

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